„Rosa Luxemburg, die unbekannteste Bekannte in Deutschland“, schreibt Jörn Schütrumpf zu ihrem 90. Todestag. Am 15 Januar 2019 werden es 100 Jahre, dass Rosa Luxemburg in unruhigen, chaotischen politischen Zuständen von einer zwielichtigen, sich die Macht anmaßenden, natürlich männlichen „Bürgerwehr“ in Zusammenarbeit mit den Militär ermordet und in den Landwehrkanal geworfen wurde.

Die Schriften von Rosa Luxemburg haben in den 100 Jahren, die seit ihrer Ermordung vergangen sind, nichts von ihrer Brillianz und Aktualität eingebüßt. Heute, wo sich die kollektive Imagination fast weltweit wieder auf die Nation oder Kultur als Solidaritätsrahmen eingrenzt, und linke internationale Vorbilder selten sind, könnte Rosa Luxemburg eine weibliche Identifikationsfigur für solidarische und demokratische Bewegungen jenseits von Grenzverteidigung und Nationalstaatslogik sein.

Club Real arbeitet an der Entwicklung und Realisierung diverser Projekte unter dem Motto "LEST Luxemburg" und "Agitpop Luxemburg".

„5. Der Weltkrieg dient weder der nationalen Verteidigung noch den wirtschaftlichen oder politischen Interessen irgendwelcher Volksmassen, er sit lediglich eine Ausgeburt imperialistischer Rivalitäten zwischen den kapitalistischen Klassen verschiedener Länder um die Weltherrschaft und um das Monopol in der Aussaugung und Unterdrückung der noch nicht vom Kapital beherrschten Gebiete. In der Ära dieses entfesselten Imperialismus kann es keine nationalen Kriege mehr geben. Die nationalen Interessen dienen nur als Täuschungsmittel, um die arbeitenden Volksmassen ihrem Todfeind, dem Imperialismus, dienstbar zu machen.“
(Leitsätze über die Aufgabe der internationalen Sozialdemokratie (
Rosa Luxemburg 1915)

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